Kalender 2012

Geschichte des Kalenders

Bereits im vierten Jahrtausend v. Chr. führten die Ägypter das 365-tägige Sonnenjahr ein. Der heute übliche Kalender geht auf den von Julius Cäsar eingeführten Julianischen Kalender zurück. Die Monate hatten eine Länge von 30 oder 31 Tagen. Der Monat Februar war nur mit 28 Tagen ausgestattet. In den alle vier Jahre durchgeführten Schaltjahren wurde jedoch nach dem 23. Februar der dies caleris eingeschoben und danach erst der 24. Februar gezählt, so dass der Februar dann eine Länge von 29 Tagen erreichte. Seit Dionysius Exiguus ist es in den Schaltjahren auch praktischerweise so, dass die Jahreszahl dividiert durch den Schaltzyklus 4 eine natürliche Zahl ergab. Der Jahresbegin war der 1. März.

Da der julianische Kalender jedoch länger als das astronomische Sonnenjahr ist (Differenz: 0,0078 Tage), rückte der Kalender mit dem 21. März als dem ursprünglichen Datum des astronomischen Frühlingspunktes immer weiter weg von dem Zeitpunkt des tatsächlichen Eintritts dieses astronomischen Ereignisses. Schließlich war es soweit gekommen, dass der Begin des Frühlings im Jahre 1582 schon am 11. März stattfand.

Gregorianischer Kalender

Der 1582 von Papst Gregor XIII. eingeführte Gregorianische Kalender beseitigte diesen bis Ende des 16. Jahrhunderts aufgetretenen Fehler von zehn Tagen. Auf den 4. folgte der 15. Oktober 1582. Damit war der &Üuml;berhang des julianischen Kalenders abgebaut. Zusätzlich wurde eine neue Schaltjahrsregelung eingeführt.

Umgangssprachlich sind dadurch alle ˆ durch 4 teilbare Jahre, Schaltjahre
ˆ durch 100 teilbare Jahre, keine Schaltjahre
ˆ durch 400 teilbare Jahre wieder Schaltjahre

Dies ist eine relativ einfache mathematische Berechnung auf der damaligen (falschen) Annahme, dass ein tropisches Jahr 365,2425 Tage lang ist.

In der Vergangenheit waren aufgrund dieser Regel die Jahre 1700, 1800 und 1900 keine Schaltjahre, die Jahre 1600 und 2000 aber schon.

Europa war damit aber noch weit entfernt von einer einheitlichen Zeitrechnung. Am Anfang führten nur die katholischen Länder Italien (größtenteils), Spanien, Portugal und Polen den gregorianischen Kalender ein. Ein Großteil der weiteren katholischen Länder, darunter auch viele katholische Kleinstaaten Deutschlands folgten zwischen 1582 und 1584. Russland ersetzte am Samstag, dem 1. Januar 1700 den byzantinischen Kalender durch die julianische Zeitrechnung. Damit wollte Zar Peter der Große sein Land mit dieser Maßnahme weiter an Europa annähern. Im gleichen Jahr folgten die protestantischen Staaten Deutschlands, Dänemark und Norwegen, 1752 Großbritannien und 1753 Schweden mit dem gregorianischen Kalender. Russland behielt den julianischen Kalender bis in das Jahr 1918.

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