Geschichte des Kalenders
Bereits im vierten Jahrtausend v. Chr. führten die Ägypter das 365-tägige
Sonnenjahr ein. Der heute übliche Kalender geht auf den von Julius Cäsar
eingeführten Julianischen Kalender zurück. Die Monate hatten eine Länge von 30
oder 31 Tagen. Der Monat Februar war nur mit 28 Tagen ausgestattet. In den alle
vier Jahre durchgeführten Schaltjahren wurde jedoch nach dem 23. Februar der
dies caleris eingeschoben und danach erst der 24. Februar gezählt, so dass der
Februar dann eine Länge von 29 Tagen erreichte. Seit Dionysius Exiguus ist es
in den Schaltjahren auch praktischerweise so, dass die Jahreszahl dividiert
durch den Schaltzyklus 4 eine natürliche Zahl ergab. Der Jahresbegin war der 1.
März.
Da der julianische Kalender jedoch länger als das astronomische Sonnenjahr ist
(Differenz: 0,0078 Tage), rückte der Kalender mit dem 21. März als dem
ursprünglichen Datum des astronomischen Frühlingspunktes immer weiter weg von dem
Zeitpunkt des tatsächlichen Eintritts dieses astronomischen Ereignisses.
Schließlich war es soweit gekommen, dass der Begin des Frühlings im Jahre
1582 schon am 11. März stattfand.
Gregorianischer Kalender
Der 1582 von Papst Gregor XIII. eingeführte Gregorianische Kalender beseitigte
diesen bis Ende des 16. Jahrhunderts aufgetretenen Fehler von zehn Tagen. Auf
den 4. folgte der 15. Oktober 1582. Damit war der &Üuml;berhang des julianischen
Kalenders abgebaut. Zusätzlich wurde eine neue Schaltjahrsregelung eingeführt.
Umgangssprachlich sind dadurch alle
ˆ durch 4 teilbare Jahre, Schaltjahre
ˆ durch 100 teilbare Jahre, keine Schaltjahre
ˆ durch 400 teilbare Jahre wieder Schaltjahre
Dies ist eine relativ einfache mathematische Berechnung auf der damaligen
(falschen) Annahme, dass ein tropisches Jahr 365,2425 Tage lang ist.
In der Vergangenheit waren aufgrund dieser Regel die Jahre 1700, 1800 und 1900
keine Schaltjahre, die Jahre 1600 und 2000 aber schon.
Europa war damit aber noch weit entfernt von einer einheitlichen Zeitrechnung.
Am Anfang führten nur die katholischen Länder Italien (größtenteils), Spanien,
Portugal und Polen den gregorianischen Kalender ein. Ein Großteil der weiteren
katholischen Länder, darunter auch viele katholische Kleinstaaten Deutschlands
folgten zwischen 1582 und 1584. Russland ersetzte am Samstag, dem 1. Januar 1700
den byzantinischen Kalender durch die julianische Zeitrechnung. Damit wollte Zar
Peter der Große sein Land mit dieser Maßnahme weiter an Europa annähern. Im
gleichen Jahr folgten die protestantischen Staaten Deutschlands, Dänemark und
Norwegen, 1752 Großbritannien und 1753 Schweden mit dem gregorianischen Kalender.
Russland behielt den julianischen Kalender bis in das Jahr 1918.
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